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WOHER KLINGT MUSIK?

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Sponsoren, Förderer, Kooperationspartner, Freund*innen und Helfer*innen der Kasseler Musiktage,

verbunden mit einem herzlichen Dank für Ihre große und treue Unterstützung übersenden wir Ihnen heute bereits vorab die digitale Programmvorschau der Kasseler Musiktage 2025, die vom 23. Oktober bis 2. November unter dem Motto „Woher klingt Musik?“ stattfinden werden. Ein gedrucktes Exemplar der Vorschau folgt postalisch.

In ihrer einzigartigen Fülle kann uns Musik in vergangene Zeiten führen, unbekannte Welten eröffnen und unsere Sinne auf überraschende Wege leiten. Und das auch gleichzeitig! 2025 laden die Kasseler Musiktage dazu ein, der Musik aus unterschiedlichen Epochen, Kulturräumen und Genres an besonderen Orten in der Stadt auf vertrauten und geheimnisvollen Pfaden nachzuspüren.

 

© Salar Baygan

Schon das Eröffnungskonzert beantwortet die Frage „Woher klingt Musik?“ auf seine Art: Sie klingt von überall! Das Bridges Kammerorchester vereint Musiker*innen aus aller Welt, verbindet arabische, persische und europäische Klassik mit Jazz, Folklore und zeitgenössischen Klängen. Aus ihren musikalischen Wurzeln schaffen sie eine transkulturelle Musik, die Grenzen überwindet – zu hören in der Aula der Heinrich-Schütz-Schule etwa in einem Doppelkonzert für Viola und Santur der iranischen Komponistin Golfam Khayam oder in einer Hommage an Ludwig van Beethovens fünftes Klavierkonzert.

© kmt / Bernd Schoelzchen

Diese Offenheit wirkt im Festival fort, wenn die Bağlama-Spielerin und Sängerin Berivan Canbolat, Mitglied des Bridges Kammerorchester, gemeinsam mit dem Cho:r des Studio Lev Kassel das Requiem für den letzten Regenwurm entstehen lässt. Was Regenwürmer mit Musik zu tun haben? Auf dieser musikalischen Reise durch Zeiten und Genres in der UK14 wird man es erfahren! Nach den begeistert aufgenommenen Vorstellungen von Beating Hearts und Kunst Stoff Musik in den vergangenen Jahren ist das die dritte Zusammenarbeit der Kasseler Musiktage mit dem Studio Lev Cho:r unter der Leitung von Krystian Köhn.

© Matthias Lutze

Woher klingt Barock? Gleich mehrmals geben die Kasseler Musiktage darauf ihre ganz eigene Antwort. Im Hallenbad Ost begegnen sich zunächst Bassist Matthias Lutze sowie die Cembalistinnen Flóra Fábri und Christine Schornsheim in einem intensiven kammermusikalischen Dialog. Zwischen Johann Sebastian Bachs energiegeladenem Konzert für zwei Cembali, der expressiven Kantate Amore traditore, innigen Arien Georg Friedrich Händels sowie Werken Georg Philipp Telemanns entfalten sich Virtuosität und Intimität in perfektem Wechselspiel – getragen von zwei kostbaren Cembali aus einer Werkstatt in der Nähe Kassels.

© Britt Schilling

Nur wenig später spannt das Freiburger Barockorchester – erstmals seit Jahrzehnten wieder bei den Musiktagen zu erleben – den großen Bogen: Unter der Leitung von Gottfried von der Goltz verbinden sich in der Aula der Heinrich-Schütz-Schule Händels majestätische Wassermusik sowie brillante Concerti grossi, Bachs Suite Nr. 2 und Telemanns spritziges Konzert für drei Violinen zu einem Fest barocker Klangfülle.

© Sophia Hegewald

Vom prachtvollen Barock führt der Weg direkt ins faszinierende Klanguniversum: Mit Music for the Multiverse lässt das Berliner Ensemble Continuum um die Cembalistin Elina Albach im Hallenbad Ost die Maskenfeste des 17. Jahrhunderts neu aufleben – samt ihrem Spiel mit Rollen, Identitäten und prunkvoller Sinnlichkeit. Frühbarocke Lieder von William Lawes und William Byrd begegnen Musik der US-Popkünstlerin Shara Nova; über vier Jahrhunderte hinweg verschmelzen Liebe, Tod, Hoffnung und Zeit zu einer zeitlosen Klangsprache. Die Musiker*innen, die bereits 2023 mit ihrer besonderen Verschränkung alter und neuer Klänge in Vespers and Dreams begeisterten, verknüpfen hier barocke Allegorien mit zeitgenössischer Camp-Kultur – ein Konzerterlebnis zwischen neu belebter Vergangenheit und pulsierender Gegenwart.

@ Andrej Grilc

Unter der Leitung von Maxim Emelyanychev, der als Shooting-Star der Alten Musik gilt, spannt das hr-Sinfonieorchester im Schauspielhaus des Staatstheater Kassel mit neugieriger Energie den Bogen vom Barock ins 20. Jahrhundert. In Francis Poulencs spritzigem Concert champêtre, das barocke Formen mit modernen Harmonien verbindet, übernimmt er selbst den Cembalo-Part und lässt von französischer Eleganz inspirierte Suiten Jean-Baptiste Lullys, Jean-Philippe Rameaus und Igor Strawinskys neu aufleben.

© Ben Knabe / Andreas Maul

Kammermusikalisch zeigt sich das Orchester ein paar Tage zuvor im Hallenbad Ost: Flötist Sebastian Wittiber kehrt gemeinsam mit dem Oboisten Michael Höfele und der Pianistin Maria Ollikainen mit Chant du soir zurück. Französische Kammermusik von Lili Boulanger und Claude Debussy sowie ihren Zeitgenossen entfaltet hier ihre ganze poetische Strahlkraft. In aparten, teils selten gehörten Besetzungen entstehen feinsinnige Abendgesänge, die dem Festivalmotto eine intime, farbenreiche Antwort geben.

© Giancalo Pradelli

Auch das Staatsorchester Kassel, das im vergangenen Jahr unter anderem mit Camille Saint-Saëns’ fulminanter Orgelsymphonie in der Martinskirche begeisterte, ist in diesem Jahr bei den Kasseler Musiktagen zu erleben – am selben Ort. Unter der Leitung des neuen Generalmusikdirektors Ainārs Rubikis steht Peter Tschaikowskys beliebte Serenade für Streichorchester im Zentrum des Konzerts, eine meisterhafte Verbindung von Innigkeit und tänzerischer Leichtigkeit. Darüber hinaus erklingt Raminta Šerkšnytės eindringliches De profundis und auch die berühmte Rieger-Orgel der Martinskirche kommt wieder zum Einsatz, gespielt von Eckhard Manz: in Kenneth Leightons kraftvollem Orgelkonzert.

In der Martinskirche findet am letzten Tag des Festivals auch der traditionsreiche Festgottesdienst statt, bei dem Pfarrer Karl Waldeck und Kirchenmusikdirektor Eckhard Manz dem Festivalmotto auf spirituelle und musikalische Weise auf die Spur gehen.

Zum Festivalfinale verwandelt sich die historische Weinkirche in ein klingendes Labyrinth. Das Publikum wandelt durch geheimnisvolle Kellerräume, wo das 1781 Collective aus Berlin Musik, Improvisation, Elektronik und Licht zu einem faszinierenden Gesamterlebnis verwebt. Zwischen Gesang, klassischen Instrumenten und pulsierenden Rhythmen – unter anderem inspiriert von Igor Strawinskys Le sacre du printemps – entstehen überraschende Klangmomente, die das Motto „Woher klingt Musik?“ sinnlich erfahrbar machen.

Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre und freuen uns, Sie bei den Kasseler Musiktagen 2025 als unsere Gäste begrüßen zu dürfen.

Mit herzlichen Grüßen

Olaf A. Schmitt
Künstlerischer Leiter

Christoph Schluckwerder
Geschäftsführer

 

Wir danken den Förderern und Sponsoren der Kasseler Musiktage 2025

Braun SE | Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur | Stadt Kassel | Förderverein R.D. e.V. | Landgraf-Moritz-Stiftung | Kasseler Sparkasse | Freundeskreis der Kasseler Musiktage | Prof. Dr. Ludewig und Sozien | loud GmbH | Städtische Werke AG | Evangelischer Stadtkirchenkreis Kassel | SEFE Energy GmbH | Bärenreiter-Verlag | Gerhard-Fieseler-Stiftung | cdw Stiftung gGmbH | Hübner GmbH & Co. KG | WELL being Stiftung | UK14 | Glinicke Unternehmensgruppe | Axel Bergmann Stiftung | spalckhaver/keuneke/baum – Rechtsanwälte und Notare | KGA Verlags-Service GmbH & Co. KG | Alkor Edition Kassel GmbH | Furore Verlag | sowie weiteren privaten Spendern, die hier nicht genannt werden möchten

Werbe- und Medienpartner: hr2-kultur | Hessische / Niedersächsische Allgemeine | Kassel Marketing