Montag
6. November 2017
20.00 Uhr

Ballhaus am Schloss Wilhelmshöhe

 

Venus and
adonis

Koproduktion mit dem Staatstheater Kassel

Jaclyn Bermudez Venus
Daniel Holzhauser Adonis
Karola Sophia Schmid Cupid

Cantiamo Piccolo - Kammerchor der Universität Kassel
Andreas Cessak Einstudierung
Cantamus - Kinder- und Jugendchor des Staatstheaters Kassel
Maria Radzikovskiy Einstudierung

Razvan Hamza, Elvan Schumann Violine
Paul Wiederin Viola
Eugene Lifschitz Violoncello
Friederike Klek, Tabea Seibert Blockflöte
Simon Linné Laute
Giulia Glennon Orgel

Jörg Halubek Musikalische Leitung, Cembalo

 

KARTEN

25 EUR

 
Hinweis: Kostenfreier Shuttleservice zum Ballhaus und zurück nach vorheriger Anmeldung im Rahmen der Kartenbuchung (19.20 Uhr ab Brandt/Stoph Parkplatz).
 
Der Parkplatz Ochsenallee ist derzeit gesperrt. Abfahrtspunkt des Shuttleservice ist der Brandt/Stoph Parkplatz unterhalb von Schloss Wilhelmshöhe in der Nähe des Besucherzentrums. Es stehen ausreichend Parkplätze für PKW zur Verfügung. Folgen Sie der Beschilderung "Bergpark Wilhelsmhöhe".
 

John blow (1649-1708)
Venus and Adonis
Masque zur Unterhaltung des Königs
Prolog und drei Akte

Eng verwandt mit Dido and Aeneas seines Schülers Henry Purcell wurde John Blows Venus and Adonis wohl 1683 zum ersten Mal aufgeführt. Die einzige Oper des 1649 geborenen Komponisten ist zugleich die erste durchkomponierte Oper aus England. Unterhaltsame Maskenspiele etablierten sich unter Königin Elizabeth I. und wurden unter ihren Thronfolgern fortgeführt. Auf das wechselhafte Liebesleben am Hof spielt Cupid, der Gott Amor, im Prolog zu Venus and Adonis an. Bei der Uraufführung sang Mary Davies die Rolle der Venus, eine ehemalige Schauspielerin und Mätresse des Königs, deren gemeinsame Tochter Lady Mary Tudor den Cupid darstellte.

Doch Blows Oper überzeugt jenseits solcher Pikanterien: Leidenschaftliche Liebesschwüre, pastorale Szenen und ergreifende Chöre wechseln sich mit instrumentalen Tanzsätzen ab. Die Handlung folgt weitgehend der Erzählung in Ovids Metamorphosen: Der von der Göttin Venus geliebte Adonis wird bei der Jagd von einem Eber getötet. Anders als bei Ovid animiert Venus ihren Geliebten Adonis zur Jagd, obwohl er sie nicht verlassen möchte. Umso größer ist dann ihr Schmerz über seinen Tod, der mit einer berührenden Klage am Ende der Oper besungen wird.

Nach den erfolgreichen Aufführungen von Antonio Literes’ Los Elementos in der vergangenen Spielzeit koproduzieren die Kasseler Musiktage und das Staatstheater Kassel mit Venus and Adonis eine weitere kurze Barockoper, die im historischen Ballhaus im Bergpark Wilhelmshöhe erklingen wird, der dem Landgrafen einst als Jagdgebiet diente.

 

Ballhaus © mhk Arno Hensmanns