Samstag
3. November 2018
19.00 Uhr

Stadthalle - Festsaal

 

François Leleux
hr-Sinfonie-
orchester

hr-Sinfonieorchester
François Leleux Oboe und Leitung

 

18.15 UHR François Leleux im Gespräch mit Olaf A. Schmitt

 

Karten

45 | 35 | 30 | 25 | 20 EUR

 
 

 Zu dieser Veranstaltung bieten wir Ihnen eine Kinderbetreuung an.

Nein, Joseph Haydn war es höchstwahrscheinlich nicht, der dieses groß angelegte und repräsentative Oboenkonzert in C-Dur schrieb. Sein Name steht zwar auf dem Autograph, doch dort sozusagen von fremder Hand gesetzt. Aber von wem stammt es dann? Für einen Kleinmeister ist es zu gut, ein Großer wie Haydn würde da durchaus passen. Gleichwie: François Leleux, der Star-Oboist mit dem lyrisch singenden Oboenton stellt dieses ebenso gelungene wie in seiner Zuschreibung ungeklärte Oboenkonzert vor – und kombiniert es gleich mit einem zweiten »unechten« Haydn. Jedenfalls ist auch im Fall von Johannes Brahms’ Variationen über ein Thema von Haydn ziemlich sicher, dass der von Brahms ausgeborgte Chorale St. Antoni nicht von Haydn stammt. Da passt es ja allzu gut, dass auch in Jean-Philippe Rameaus Ballett-Oper Les Indes galantes keineswegs die galanten Bewohner Indiens präsentiert werden, sondern der »Großmütige Türke«, »Die Inkas in Peru« und allerlei damals als exotisch eingestufte Völker mehr – nur eben keine Inder.

 

Jean-Philippe Rameau (1683-1764)
Suite aus Les Indes galantes

Joseph Haydn (1732-1809)
Konzert für Oboe und Orchester C-Dur Hob VIIg:C1

Thomas Adès (*1971)
Three studies from Couperin

Johannes Brahms (1833-1897)
Variationen über ein Thema von Joseph Haydn op. 56a

 

hr-Sinfonieorchester © Ben Knabe / hr