Freitag
30. Oktober 2026
20.00 Uhr
Monteverdi
a solo
Raffaele Pe Countertenor
Elisa Citterio Violine
Rodney Prada Viola da gamba
Gianluca Geremia Laute
Nicolò Pellizzari Cembalo, Orgel
Werke von
Ein Abend ganz nah an Claudio Monteverdi: Raffaele Pe und sein Ensemble La Lira di Orfeo widmen sich jenen Liedern, die der große Meister ursprünglich teilweise für den privaten Rahmen schrieb – Musik, die nach innen lauscht. Der von der New York Times als »Barockstar« beschriebene Countertenor ist einer der prägenden Monteverdi-Interpreten seiner Generation und hat mit La Lira di Orfeo, einem vielfach ausgezeichneten Barockensemble, zahlreiche innovative Projekte auf internationalen Bühnen realisiert. Als Sänger mit feinem Gespür für Text und Affekt erkundet Pe die ganze Spannweite dieser Miniaturen: von der bittersüßen Spannung in Sì dolce è il tormento (So süß ist die Qual) bis zur stillen Innigkeit des Salve Regina.
Zwischen geistlichen Werken und Opernauszügen aus L’Orfeo und L’ incoronazione di Poppea entfalten sich Klangwelten, in denen Trost, Zweifel, Sehnsucht und Hoffnung unmittelbar nebeneinanderstehen. Virtuose Instrumentalsätze von Biagio Marini und Dario Castello öffnen zusätzliche Resonanzräume für Violine und Basso continuo. Nach prägenden Monteverdi-Momenten der vergangenen Festivals – etwa im Eröffnungskonzert 2022 oder in Vespers and Dreams 2023 – führt das Programm diese Spur nun in einem besonders stimmungsvollen Rahmen weiter: Die Alte Brüderkirche ist der Ort, an dem in der Musik von Heinrich Schütz nach seinem Italien-Aufenthalt auch die Einflüsse Claudio Monteverdis zu hören waren. Ihre Atmosphäre bietet den idealen Raum für ein konzentriertes Hörerlebnis, das fragt: Was bewegt dich, wenn Monteverdis Musik direkt ins Innerste zielt?