Samstag
24. Oktober 2026

19.00 Uhr

Staatstheater Kassel, Schauspielhaus

Lamento Mirabile

Roberta Mameli Sopran
Akademie für Alte Musik Berlin
Bernhard Forck Konzertmeister

 

Georg Friedrich Händel (1685–1759)
Suite B-Dur HWV 43 The Alchemist

»Con l'ali di constanza«
aus der Oper Ariodante HWV 33
für Sopran, Streicher und Basso continuo

Alessandro Scarlatti (1660–1725)
Concerto Nr. 3 F-Dur
aus Six Concertos in Seven Parts  

Giovanni Battista Pergolesi (1710–1736)
Orfeo
Kantate für Sopran, Streicher und Basso continuo

Pietro Antonio Locatelli  (1695–1764)
Concerto grosso c-Moll op. 1 Nr. 11

Giovanni Battista Ferrandini (1710–1791)
Il pianto di Maria
Kantate für Sopran, Streicher und Basso continuo

 

Karten 43 | 36 | 30 | 24 | 21 EUR
(Ermäßigungen)

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Mit Georg Friedrich Händels bewegender Musik ist die Akademie für Alte Musik Berlin, eines der renommiertesten Ensembles für Barockmusik, nach vielen Jahren erneut bei den Kasseler Musiktagen zu Gast. Gemeinsam mit der Sopranistin Roberta Mameli, die weltweit als herausragende Interpretin des italienischen Barockrepertoires gefragt ist, erfüllt das Ensemble das Schauspielhaus mit einer funkelnden Mischung aus Arien und Instrumentalwerken: von Händels Suite The Alchemist und der virtuosen Arie »Con l'ali di costanza« aus der Oper Ariodante über zwei Concerti von Alessandro Scarlatti und Pietro Antonio Locatelli bis hin zu Giovanni Battista Pergolesis Orfeo-Kantate und einem Werk, das lange Händel zugeschrieben wurde: Giovanni Battista Ferrandinis Il pianto di Maria.

Pergolesis Orfeo-Kantate lässt die mythische Figur des Sängers zwischen Hoffnung und Verzweiflung aufleuchten, während Ferrandinis groß dimensionierte Klage der Maria weit über eine kleine geistliche Andacht hinausgeht: In seiner opernhaften Dramaturgie entfaltet sich ein seelischer Parcours zwischen leisen, fast erstarrten Momenten und dramatisch aufgewühlten Ausbrüchen. Im Wechsel von Rezitativen und Arien spannen die Werke einen Bogen von innerem Trost über leidenschaftliche Entschlossenheit bis hin zur existenziellen Klage – barocke Musikdramen im konzentrierten Konzertformat. Gerade in dieser Verdichtung zeigt sich, wie Musik innere Erschütterung hörbar machen kann und uns fragt, welche Erfahrungen, Verluste oder Hoffnungen uns selbst am tiefsten bewegen. So entsteht ein Abend, der die barocke Klangwelt in einer besonderen Intensität erlebbar macht.

Akademie für Alte Musik Berlin © Uwe Arens

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