Samstag
4. November 2017
19.00 Uhr

Staatstheater Opernhaus

 

Barley
hr-Sinfonie-
orchester

Matthew Barley Violoncello
hr-Sinfonieorchester
Fabien Gabel Leitung

 

18.15 UHR Einführung mit Olaf A. Schmitt

 

KARTEN

45 | 35 | 30 | 25 | 20 EUR

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 Zu dieser Veranstaltung bieten wir Ihnen eine Kinderbetreuung an.


Camille Saint-Saëns (1835-1921)

Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 1 op. 33

Maurice Ravel (1875–1937)
Boléro

Henri Duparc (1848-1933)
Aux étoiles. Symphonische Dichtung

Albert Roussel (1869-1937)
Symphonie Nr. 1 d-Moll op. 7 La Poème de la forêt

 

Faszinierende Gewächse, schillernde Farben: Matthew Barleys musikalisches Weltbild ist alles andere als monochrom – und darum passt er ideal in dieses rein französische Programm des hr-Sinfonieorchesters. Am Pult steht mit Fabien Gabel ein junger Dirigent, der sich intensiv mit der Musik seines Landes auseinandersetzt.

Im ersten Cellokonzert von Saint-Saëns sind Melodien im Überfluss vorhanden; das Menuett zum Beispiel ist charmant und diente dem Pariser Publikum in jener Zeit der Ungewissheit – nach dem Deutsch-Französischen Krieg und der Pariser Kommune – als Bestätigung, dass die französische Kultur trotz aller widrigen Umstände überlebt hatte.

Ein einfacher Rhythmus in Endlosschleife – das ist das Markenzeichen: Ursprünglich als Ballett konzipiert, ist Ravels Boléro mittlerweile aus den Konzertsälen nicht mehr wegzudenken. Fünfzehn Minuten lang immer derselbe Rhythmus, dieselbe Tonart und nur zwei Melodien, von denen die eine der anderen auch noch ähnelt. Doch Ravel baute über dem Ostinato-Rhythmus des Bolero eine raffinierte Orchesterstudie auf, die versteckt eben doch ganz anderen Tonarten zum Klingen bringen kann.

Duparcs und Roussels frühe Werke sind noch ganz beeinflusst von Claude Debussy und dessen impressionistischen Klängen, die bis heute faszinieren.

 

hr © Ben Knabe

Maurice Ravel: Boléro, hr-Sinfonieorchester