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OPER
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![]() Staatsorchester Kassel | Foto: N. Klinger
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Die Lady Macbeth von Mzensk Sonntag, 6. November 18.00 | Staatstheater Kassel, Opernhaus
Der Librettist Alexander Preis legte der Oper die Novelle "Lady Macbeth aus dem Landkreis Mzensk" von Nikolai Leskow, die 1865 erschienen war, zugrunde. Der große russische Schriftsteller galt der sowjetischen Kulturbürokratie als lästiger bürgerlicher Autor. Lediglich diese Erzählung durfte erscheinen. 1930 gelangte sie - wenngleich mit Eingriffen der Zensurbehörde - als derb-erotisches und kriminalistisches Schauerstück in sowjetische Theater. Die Titelfigur sollte ein abschreckendes Beispiel weiblicher Sinnlichkeit darstellen. Mit Langeweile als ständigem Begleiter will sich die Kaufmannsfrau Katerina nicht abfinden. Des täglichen Einerleis mit dem schlichten Ehemann Sinowij und dem tyrannischen Schwiegervater Boris überdrüssig, lässt sie sich auf das Werben des Arbeiters Sergej ein. Doch das Verhältnis bleibt nicht unentdeckt. Boris' und Sinowijs' Leben werden dieser Liebe geopfert. Morde, die die Verhaftung von Katerina und Sergej nach sich ziehen. Im Zuge der Zwangsarbeit nach Sibirien wendet sich Sergej von Katerina ab, weil er Gefallen an der jungen Sonjetke findet. Diese nimmt Katerina nun in ihrer Verzweiflung mit in den Tod. Hier scheitert eine Frau an dem Versuch, der Trostlosigkeit einer patriarchalischen Gesellschaft zu entfliehen: Sie wird zur Mörderin. Das Russland des 19. Jahrhunderts hielt für Frauen kaum Möglichkeiten zur individuellen Entfaltung bereit. Die menschliche Extreme im Spannungsfeld zwischen Repression und Emanzipation müssen Schostakowitsch fasziniert haben, denn seine expressive Komposition macht alle Leidenschaften nachvollziehbar: Er versieht durch seine musikdramatische Sprache Katerinas Schicksal mit eindringlichen Bildern. Weitere Vorstellungstermine: 18.11.2011 | 26.11.2011 | 02.12.2011 | 17.12.2011 | 04.02.2012 | 11.02.2012 | 19.02.2012 | 02.03.2012
Kooperationspartner: ![]() |





































