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OPER


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Staatsorchester Kassel | Foto: N. Klinger

Die Lady Macbeth von Mzensk
Sonntag, 6. November
18.00 | Staatstheater Kassel, Opernhaus

In dieser in den Jahren 1930-1931 entstandenen Oper kehrt Schostakowitsch bewußt wieder zu gesanglichen Opernstrukturen zurück; mit seinen Werken in den Jahren davor hatte er sich den Ruf des schändlichen Experimentators erworben. Die "Lady Macbeth" wurde im In- und Ausland dann auch zwei Jahre lang als Musterbeispiel sozialistischer Sowjetkunst gefeiert, bevor sie von Stalin wegen ihres naturalistischen Sujets 1936 verboten wurde - ein Verbot, an das sich auch westliche Bühnen bis zur Düsseldorfer Wiederaufführung 1959 hielten. Erst in den 1960er-Jahren setzte die stürmische Wiederentdeckung der Oper als europäisches Kunstwerk ein.

Der Librettist Alexander Preis legte der Oper die Novelle "Lady Macbeth aus dem Landkreis Mzensk" von Nikolai Leskow, die 1865 erschienen war, zugrunde. Der große russische Schriftsteller galt der sowjetischen Kulturbürokratie als lästiger bürgerlicher Autor. Lediglich diese Erzählung durfte erscheinen. 1930 gelangte sie - wenngleich mit Eingriffen der Zensurbehörde - als derb-erotisches und kriminalistisches Schauerstück in sowjetische Theater. Die Titelfigur sollte ein abschreckendes Beispiel weiblicher Sinnlichkeit darstellen.

Mit Langeweile als ständigem Begleiter will sich die Kaufmannsfrau Katerina nicht abfinden. Des täglichen Einerleis mit dem schlichten Ehemann Sinowij und dem tyrannischen Schwiegervater Boris überdrüssig, lässt sie sich auf das Werben des Arbeiters Sergej ein. Doch das Verhältnis bleibt nicht unentdeckt. Boris' und Sinowijs' Leben werden dieser Liebe geopfert. Morde, die die Verhaftung von Katerina und Sergej nach sich ziehen. Im Zuge der Zwangsarbeit nach Sibirien wendet sich Sergej von Katerina ab, weil er Gefallen an der jungen Sonjetke findet. Diese nimmt Katerina nun in ihrer Verzweiflung mit in den Tod.

Hier scheitert eine Frau an dem Versuch, der Trostlosigkeit einer patriarchalischen Gesellschaft zu entfliehen: Sie wird zur Mörderin. Das Russland des 19. Jahrhunderts hielt für Frauen kaum Möglichkeiten zur individuellen Entfaltung bereit. Die menschliche Extreme im Spannungsfeld zwischen Repression und Emanzipation müssen Schostakowitsch fasziniert haben, denn seine expressive Komposition macht alle Leidenschaften nachvollziehbar: Er versieht durch seine musikdramatische Sprache Katerinas Schicksal mit eindringlichen Bildern.
Eintrittspreise: Konzertkarten sind auschließlich über die Theaterkasse des Staatstheaters, Friedrichsplatz 15, 34117 Kassel, Tel.: 0561-1094-222, zu beziehen. Öffnungszeiten: Di. - Fr., 10:00 - 18:00 Uhr | Sa., 10:00 - 15:00 Uhr

Weitere Vorstellungstermine: 18.11.2011 | 26.11.2011 | 02.12.2011 | 17.12.2011 | 04.02.2012 | 11.02.2012 | 19.02.2012 | 02.03.2012


  • Dimitrij Schostakowitsch (1906-1975):
    Die Lady Macbeth von Mzensk (Ledi Macbeth von Mzensk), Oper in 4 Akten nach Nikolai Leskow


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