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KASSELER MUSIKTAGE 2010


28. Oktober - 14. November

Die Kasseler Musiktage 2010 sind in ihrem Mittelpunkt dem Schaffen und der Persönlichkeit von Heinrich Schütz gewidmet. Kassel und der damalige Landgraf Moritz von Hessen waren für Heinrich Schütz, für seinen Werdegang und die Fundierung seiner musikalischen Persönlichkeit von höchster Bedeutung.

Das Heinrich-Schütz-Fest im Rahmen der „Kasseler Musiktage“ ist eine gemeinschaftliche Unternehmung des „Internationalen Heinrich-Schütz-Gesellschaft e.V.“ und des „Kasseler Musiktage e.V.“.

Inhaltlich werden die Konzerte und Veranstaltungen (Lesungen, Vorträge, Kongress) ausgerichtet sein auf das Bild, das Europa im ausgehenden 16. und im 17. Jahrhundert vermittelt. Es war eine Zeit der Abschiede und Zusammenbrüche, aber auch eine Zeit der Neufindungen und Neuorientierungen. In den katastrophischen Szenarien des Dreissigjährigen Krieges entwickeln sich neue Profile der Lebensgestaltung, der Weltsicht und der Menschenbildung, und sie äußern sich mit unübergehbarer Vehemenz in den künstlerischen Zeugnissen der Zeit, in ihren vielfältigen Wandlungsprozessen und Zukunftsperspektiven. Ein Prozess der „Aufklärung“ setzt ein, um eine gesellschaftliche Kraft zu entfalten, die dann im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert ihre Erfüllung finden sollte.

EUROPA IM WANDEL
- ZWISCHEN KATASTROPHE UND AUFBRUCH IN EINE NEUE ZEIT ! -

... so könnte das Motto des Schütz-Projektes und der Kasseler Musiktage 2010 lauten.

Wichtige Ensembles und Interpreten werden in Kassel zu erleben sein:

  • Cappella sagittariana Dresden zusammen mit den Vokalsolisten Amarcord (Leitung Norbert Schuster)
  • Ensemble Weser-Renaissance Bremen (Leitung Manfred Cordes)
  • Ensemble Cantus Cölln (Leitung Konrad Junghänel)
  • Ensemble Pieter Dirksen aus den Niederlanden
    (Leitung Pieter Dirksen)
  • Ars Nova Copenhagen (Leitung Paul Hillier)
  • Philharmonic Chamber Chorus Tallinn (Leitung Daniel Reuss)
  • Singer pur
  • Münchner Brass Ensemble

Ein zentrales Programmelement wird die mehrteilige Lesung aus dem “Simplicius Simplicissimus“ von Grimmelshausen bilden. Sie wird verknüpft mit musikalischen Interludien, die als Auftragsarbeiten an junge Komponisten vergeben werden. Veranstaltungsort dieser Reihe wird der Flora-Saal im Schloss Wilhelmshöhe sein. Nähere Einzelheiten werden später bekannt gegeben.

Ein musikalisches „Gegenbild“ zu Heinrich Schütz und seiner Zeit wird durch ein Werke-Panorama aus dem 20. und 21. Jahrhundert dargestellt. Hier im Zentrum stehen Kompositionen von Arvo Pärt und Beat Furrer.
Das Programm befindet sich in Planung.

Heinrich Schütz ist auch der assoziative Bezugspunkt eines weiteren Programmschwerpunkts im Rahmen der Kasseler Musiktage 2010. Es geht um chorische und solistische Vokalmusik aus Ländern, die gleichsam Randzonen Europas darstellen: Russland, Armenien, Georgien, Serbien.

Eröffnet werden die Kasseler Musiktage 2010 am 28. Oktober mit dem Staatsorchester Kassel unter der Leitung seines Generalmusikdirektors Patrik Ringborg. Auf dem Programm stehen Werke von Jan Cikker, Karl Amadeus Hartmann und Gustav Mahler. Am 5. November wird das Radio-Sinfonie-Orchester Frankfurt unter der Leitung von Kristian Järvi im Rahmen der Kasseler Musiktage gastieren. Das Programm wird später bekannt gegeben.

Eine wichtige Position im Zusammenhang des Heinrich-Schütz-Projektes im Rahmen der Kasseler Musiktage bildet ein Schütz-Kongress, den die Evangelische Akademie Hofgeismar in Verbindung mit der Heinrich Schütz Gesellschaft vom 31. Oktober bis 2. November veranstalten wird.

Die Kasseler Musiktage freuen sich über ihr Interesse und wünschen allen ihren Anhängern und Freunden ein glückliches und viele schöne Musikerlebnisse schenkendes Neues Jahr 2010.

Die Kasseler Musiktage
Dr. Dieter Rexroth
Künstlerische Leitung

Planungsstand: Ende Dezember 2009. Änderungen vorbehalten.