Impressum Datenschutz

bild
Homepage
Kartenservice
Buchen Sie online
oder über unsere
Tickethotline: 0561-3164500
 
KMT gefällt mir!
Besuchen Sie die Kasseler Musiktage jetzt auch auf Facebook.

 
Unser Tipp
1. Juni | 19.00 Uhr
Ausblick - Vorklang
Sonderkonzert "AUSBLICK - VORKLANG" 2012: Die amerikanische Geigerin Tai Murray und ihr Klavierpartner Ángel Sanzo spiele Werke von Debussy, Ysaÿe, Bach und Schubert

 
Newsletter-Abo
Hier können Sie unseren Newsletter abonnieren
Abonnieren
Abbestellen
 
Unsere Partner
  • bbraun
  • sma
  • hmwk
  • kulturstiftungsparkasse
  • foerdervereinrd
  • kasselersparkasse
  • stadtkassel_documenta
  • k-s
  • baerenreiter
  • prof
  • mercedes
  • stadtkirchenkreis
  • landgr_moritz_stftg
  • fiesler
  • huebner
  • staedtischewerke
  • ekk
  • kawai
  • rotary
  • svsparkasse
  • anp
  • alkor
  • starke
  • alb
  • fehr
  • hr2-kultur
  • hna
  • furore
  • lwv_hessen
  • kunstlicht
  • axel_bergmann

Kasseler Musiktage 2012: 25. Oktober bis 11. November

BEWEGEN – ES KREIST DIE WELT!


Kassel 2012 – hundert Tage DOCUMENTA – ein Fest der Kunst!
Wenige Wochen nach den finalen Aktionen dieses Kunstfestes werden am 25. Oktober 2012 die Kasseler Musiktage beginnen.

Ein "Nachklang" wollen sie sein, ein Forum der programmatischen Akzentuierungen und der Konzentration. Wie in einem Brennglas lassen sich in der "kreisenden Welt" alter, vergangener, auch vergessener oder heute wie ehemals immer noch herausfordernder Musik besondere künstlerische Gewichte, epochale Kristallisationen, unvereinbar Verschiedenes, einander Fremdes, aber auch wiederum Kontinuitäten, Zusammenhänge und Traditionen erkennen. Beethoven mit den späten Klaviersonaten, Mozart, Debussy und der musikalische Impressionismus Frankreichs, Louis Spohr, der Romantiker, einstmals berühmt und hoch verdienstvoll, nicht zuletzt als Kasseler Musikdirektor, Paganinis Gegenbild, doch heute vergessen und kaum mehr einer Erwähnung für wert befunden; das Streichquartett, das Klavier-Rezital, das Orchesterkonzert, jene grandiose Erfindung der bürgerlichen Musikkultur, in dem sich die unterschiedlichsten künstlerischen Ambitionen und Ansprüche zu artikulieren wissen.

Zugänglich und verfügbar sind uns heute die vergangenen Kunstwelten; und selbstverständlich ist uns der Umgang mit der schier unüberschaubaren Vielfalt an Kunst-Werken – mit bedeutenden oder weniger bedeutenden. Entsprechend vielfältig und immer wieder erfinderisch sind die Bemühungen und Strategien, in diesen Umgang und in die Auseinandersetzungen mit der Fülle der musikalischen Kunstwelten einen "Sinn" oder auch eine Art Botschaft zu bringen. Und in der Tat, mit jeder Präsentation von Werken aus der Vergangenheit stellt sich neu und fordernd die Frage: Was will und kann uns dieses oder jenes Musikwerk "sagen", was kann es uns "bedeuten". Aber auch: Was bedeutet uns die Präsentation, das Konzert, diese und jene Art? Mehrere Faktoren greifen da ineinander, künstlerische ebenso wie psychologische und soziale.

Die Programmkontexte der Kasseler Musiktage sind in dieser Sicht so verschieden und tatsächlich so "eigensinnig", wie es die Werke sind. Während Dina Ugorskaja in ihren zwei Klavier-Rezitalen mit den letzten sechs Klaviersonaten Beethovens einen Zyklus realisiert, um damit den weiten Horizont eines Spätwerks auszuleuchten, wird uns Elisabeth Leonskaja mit einem Klavierprogramm konfrontieren, in dem eher unbekannte und ungeläufige Kompositionen durchaus bekannter Komponisten faszinierende Einblicke in höchst verschiedene Welt- und Innenweltsichten eröffnen.

Streichquartettabende werden uns bekannt machen mit neuen Werken von Jens Joneleit und Jan Müller-Wieland und diese konfrontieren mit Spitzenwerken der klassischen Ära, inhaltlich und formal aber so unterschiedlich, dass daraus höchst divergente Erlebnisse hervorgehen. Einen besonderen Höhepunkt versprechen wir uns von dem Auftritt der jungen amerikanischen Geigerin Tai Murray. Bereits im letzten Herbst unser Gast, hat sie so begeistert, dass wir ein weiteres und näheres Kennenlernen für außerordentlich wichtig halten. Sie wird extrem unterschiedliche Geigenkunst vorstellen und uns damit hoffen lassen auf einen Erkenntnisgewinn von höchst spezifischer Art.

Einen neuen Stellenwert im Rahmen der Kasseler Musiktage erhalten die Orchesterkonzerte. Insgesamt fünf Orchesterkonzerte stehen auf dem Programm, jedes eigensinnig und spezifisch "gewebt" aus Bekanntem und Unbekanntem. Dabei wird man mit dem "Konzerthausorchester Berlin" unter Michael Gielen und mit dem "Deutschen Symphonie Orchester Berlin" unter Parvo Järvi und mit Janine Jansen als Violinsolistin zwei Gäste erleben, die überhaupt erstmalig in Kassel zu hören sind. Drei weitere Orchester, "La Stagione Frankfurt", das "Treppenhausorchester Hannover" sowie das famose "Kammerorchester Louis Spohr" komplettieren ein programmatisches Spektrum, das einen weiten Bogen spannt von der barocken Frühform des Orchestermusizierens bis in die Moderne.

Dieter Rexroth